Hausmesse Teppich-Tönsmann 2012

Jürgen Tönsmann, Verena Tönsmann, Gerhard Blotevogel, Anne Tönsmann, Rita Obermeier

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Künstler, Kaffee, Kreatives

Teppich Tönsmann zeigte faszinierende Objekte
bei besonderer Hausmesse

Espelkamp (es). Um das umfangreiche Leistungs-und Serviceangebot ihrer Firma zu demonstrieren, fand jüngst an drei Tagen eine Hausmesse im Teppichhaus Tönsmann statt. Nicht ohne Stolz wies Junior- chefin Anne Tönsmann auf die Besonderheiten ihres Hauses hin.

Teppiche aus verschiedensten Herstellungsländern wie Nepal, Tibet, Persien, Afghanistan, Kaschmir und besonders Ma- rokko werden direkt von den Knüpfern ohne jeglichen Zwi- schenhandel importiert. Zu Marokko bestehen jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen.

Die Teppiche werden zu fai- ren Arbeitsbedingungen meist in Heimarbeit hergestellt, wobei keine Kinderarbeit zugelassen wird.

Die Entlohnung gewährt ein würdiges Leben. Beispielsweise kann sich eine fünfköpfige Fami- lie für ein Quadratmeter ge- knüpfter Ware mit etwa 70.000 Knoten, an der etwa eine Woche gearbeitet wird, einen Monat lang ernähren.

Der weitere Verdienst dient der allgemeinen Lebensfüh- rung. Die Knüpferinnen sind hochangesehene Künstlerinnen in ihrer Heimat. Neben einer gerechten Entlohnung sorgt Tönsmann dafür, dass die Kinder eine Schule besuchen und fördert besonders Kindergärten und Vorschulen.

Mit der Nachsorge und Pflege der Teppiche bietet die Firma einen besonderen Service zum Werterhalt der hochwertigen Handarbeit an.  Dazu gehören Reparaturen, Teppichwäsche und das Konfektionieren (Zu schneiden auf neue Maße). Alte Teppiche mit starken Gebrauchsspuren können durch erneutes Einfärben zu einem interessanten Schmuckstück umge- arbeitet werden.

Die Hausmesse in den weitläufigen Räumen des Geschäftes wurde von verschiedenen Aktivitäten und zusätzlichen Ausstellungen bereichert. Bemerkenswert die zahlreichen Holzskulpturen aus der Werkstatt von Wolfgang Pluntke aus Pr. Olden-dorf, die gleichwohl eine eigene Ausstellung darstellten.

Mit wachem Blick durchstreift der Künstler die Wälder des Wiehengebirges und ent- deckt dabei faszinierende Ob- jekte aus Holz. Es sind für den ersten Anschein nur herabgefallene Äste , Wurzeln und Reste gefällter Bäume.

In ihnen sieht der Künstler oft verblüffende Gestalten, Gesichter und andere Formen, die zu manchen Assoziationen anregen. Mit Schleifpapier und Schnitzmesser schafft er dann ei- gene Deutungen und originelle Gebilde.

Mit seinen Arbeiten hat er sich in Künstlerkreisen Aufmerksamkeit erworben. Der in Hamburg gut bekannte Künstler Rob Wirth gab sich persönlich die Ehre und bedachte die Ausstellung mit seiner Anwesenheit. Er war voll des Lobes über die Arbeiten seines Kollegen.

Als weitere Bereicherung der Hausmesse hatte sich der Kaffeeröster Stefan Frost aus Bremen mit einem Stand postiert, an dem er fair gehandelten Kaffee zur Verkostung anbot. Daneben ein Stand mit der Demonstration fachgerechter Reparaturen von Teppichen durch Mitarbeiter des Hauses.

Irmgard Kampf aus Isenstedt zeigte handgefertigten Schmuck aus Edelsteinen und Angelika Feyerabend hatte im Obergeschoss ein mystisches Kabinett mit raumtragenden Tönen von tibetanischen Klangschalen und schwer klingenden Gongs eingerichtet. Hier spürte man den Flair des fernen Asiens.

Alle Räume waren liebevoll mit Teppichen reichhaltiger Musterung und ruhigen Farben sowie mannigfachen Objekten dekoriert. Symbole jahrhundertealter Traditionen. Ein kleiner Ausflug aus dem winterlichen Grau in eine exotisch geheimnisvolle Welt voller kleiner und auch großer Wunder. [/column]