Orientteppich

Teppich-Kauf für “Jung gebliebene”

Wir verfügen über alle gängigen traditionellen Orientteppiche sowohl aus Schurwolle als auch aus Seide. Darüber hinaus finden Sie bei uns eine interessante Auswahl an abstrakten und modernen Orient-Mustern aus den verschiedensten Provenienzen.

Ein Orientteppich ist besonders strapazierfähig, wird sehr fest gearbeitet und verfügt über eine große Muster-Vielfalt. Geometrische Formen, florale Muster, Randbordüren, Medaillons, Mittel- und Bildmotive geben Aufschluss über die jeweilige Provenienz, in der er geknüpft wurde. Der Teppichflor besteht überwiegend aus hochwertiger Schaf-Schurwolle, der Kett- und Schussfaden meist aus Baumwolle; die etwas weicheren Gabbeh-Teppiche allerdings werden in Wolle auf Wolle geknüpft.

Gute Teppich-Qualitäten halten über Jahre und Jahrzehnte; die Top-Qualitäten werden sogar über Generationen hinweg vererbt! Je eher man also in einen echten Teppich investiert, umso länger profitiert man von ihm.

Herkunft und Tradition

Teppiche aus dem Orient blicken bereits auf eine lange Kulturgeschichte zurück, diese älteste Kunstform hat sich über einen Zeitraum von über 2000 Jahren erhalten. Die Herstellung der Orient-Teppiche erfolgt bis heute im gesamten Fernen, Mittleren und Nahen Osten innerhalb eines etwa 3500 Kilometer langen und 1800 Kilometer breiten Gebietes. Das Produktionsgebiet reicht somit von China bis zur Türkei. Der echte Orientteppich ist handgeknüpft und besteht aus reinen Naturfasern.

Aus Material, Muster und Machart können Experten daher die Herkunft eines Orientteppichs meist zweifelsfrei bestimmen. Heutzutage werden die Orient-Teppiche nach den typischen Landesgrenzen unterschieden. Es gibt also unter anderem kaukasische, anatolische, turkmenische, chinesische und afghanische Modelle. Weltberühmt sind die Perserteppiche, die geografisch aus dem Gebiet des heutigen Iran stammen. Im internationalen Handel hat sich jedoch die Bezeichnung der Provenienzen eines Orientteppichs durchgesetzt. Aus dem nördlichen Gebiet des Iran stammt der Abadeh-Orientteppich. Er wird aus glänzender und seidiger Wolle fest und fein geknüpft. Als dominierende Farbe wird meist ziegelrot verwendet.

Der Afghan z. B. stammt, wie sein Name schon sagt, aus Afghanistan. Diese Teppiche haben oft schwarzblaue Muster mit einer roten bis braunen Grundfarbe. Ein Afghane wird meist aus derber, kräftiger Wolle mit einer geometrischen Musterung in verschiedenen Motiven hergestellt. Für Kette und Schlussbereiche wird teilweise Baumwolle oder Ziegenhaar eingesetzt. Der Afschari Orientteppich wird im Südosten des Irans von Nomadengruppen türkischer Herkunft geknüpft. Geometrische Motive oder florale Musterungen mit Tiermotiven sind die hervorstechenden Merkmale dieser Teppichart. Eine berühmte Stadt in Nordwestpersien ist Ardebil, Orient-Teppiche aus dieser Region orientieren sich an kaukasischen Motiven und sind meist sehr farbenfroh gehalten. Von einem Halbnomadenvolk im südlichen Iran stammt der berühmte Bakhtiar Orientteppich, ein begehrter Sammlerteppich. Durch die Hochgebietslage ist die Wolle fettiger und glänzender, außerdem gilt dieser Teppich als äußerst strapazierfähig. Bauern und Nomaden aus dem Osten des Iran fertigen den sogenannten Belutsch Teppich. Seine sehr geometrische Musterung ist angelehnt an afghanische und persische Motive.

Das Material

Überwiegend wird zur Produktion Baumwolle, Seide und Schafwolle verknüpft. Von ihrer Form, der Qualität und dem Aussehen gibt es erhebliche Unterschiede, was sich letztendlich auch im Preis niederschlägt. Ein Grund dafür ist auch, dass sich in den verschiedenen orientalischen Ländern mit der Zeit unterschiedliche traditionelle Formen in der Herstellung entwickelt haben.

Die Qualität

Um die Qualität eines handgeknüpften Teppichs zu beurteilen, genügt es nicht, nur die Knüpf-Dichte als Kriterium zu nehmen. Es ist eine ganze Bündelung von Parametern, die die Qualität eines Teppichs ausmachen.  Wir pflegen Ihre Teppiche auch – in unserem Stammhaus in Espelkamp halten wir eine große Serviceabteilung für Teppichreinigung und Teppichreparatur vor.

Dazu gehören u. a.:

  • Qualität des Rohmaterials
  • Stapellänge der einzelnen Woll-Fasern
  • Spinnart der Wolle
  • Einfärbung der Wolle
  • Knüpf-Dichte
  • Knoten-Art/Bindung des Knotens im Grundgewebe
  • Gewicht pro Quadratmeter
  • Qualität des Grundgewebes

Wird zum Beispiel eine minderwertige Wolle in einer hohen Knüpf-Dichte verarbeitet, wird der Teppiche sehr schnell verschleißen, und die Mühen des Knüpfers waren umsonst.

Klassischer Orientteppich

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Mauri Muster

Teppiche aus Afghanistan

In den 1960er/1970er Jahren waren diese robusten, strapazierfähigen Teppiche aus Afghanistan die bekanntesten Teppiche nach den Berber-Teppichen. Sie wurden überwiegend im sogenannten Elefantenfuß- oder Mauri-Muster angeboten, meist in der Farbe ochsenblutrot oder später auch in Goldtönen. Heute sind diese Teppiche eher eine Rarität. Wir sind jedoch in der Lage, Ihnen ein umfangreiches Programm dieser klassischen Teppiche anbieten zu können.

Elefantenfuß-Muster